Vertreter der Britischen Botschaft besucht Bahnhofsmission

Ende Januar begrüßte die Hamburger Bahnhofsmission den Prokonsul der britischen Botschaft in Berlin, Ryan Harwood, zu einem fachlichen Austausch.
Im Gespräch mit Axel Mangat, Geschäftsführer der Hoffnungsorte Hamburg, der Leiterin Katarina Kalbouni und ihrer Stellvertreterin Danijela Ostojic ging es um gemeinsame Schnittstellen zur Unterstützung britischer Staatsangehöriger in akuten Krisensituationen. Ziel des Treffens war es, Arbeitsweisen besser zu verstehen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Die britische Botschaft unterstützt Staatsangehörige unter anderem bei Notfällen, Krankenhausaufenthalten, Fällen sexualisierter Gewalt oder im Todesfall von Angehörigen und verzeichnet zudem immer mehr Anfragen von Menschen mit psychischen Belastungen.
Wenn Betroffene etwa ausgeraubt werden und ohne Pass oder Handy dastehen, entsteht schnell eine existenzielle Notlage. Umso wichtiger sind klare Zuständigkeiten und schnelle, unbürokratische Hilfe. „Gerade die ersten Stunden nach einem Vorfall sind entscheidend, um Menschen wieder Sicherheit zu geben und Lösungen zu ermöglichen“, sagt Prokonsul Ryan Harwood. Genau hier setzt auch die Arbeit der Bahnhofsmission an: Sie bietet niedrigschwellige Unterstützung direkt vor Ort und stellt bei Bedarf den Kontakt zu Behörden oder Botschaften her.
Mit dem Brexit haben sich jedoch einzelne Zuständigkeiten verschoben. Axel Mangat erklärt dazu: „Seit Plata – unsere Anlaufstelle für wohnungslose EU-Bürger:innen – nicht mehr für Menschen aus Großbritannien zuständig ist, wenden sich diese mit ihren Anliegen inzwischen häufiger direkt an die Bahnhofsmission.“
Beide Seiten wollen den Austausch zwischen Hamburg und Berlin daher weiter ausbauen, um britischen Staatsbürger:innen in Notlagen schneller und koordinierter helfen zu können.
