
Landespastorin Annika Woydack sprach als Keyspeakerin über das Thema „zusammen.wachsen“.

Clara de Groote begleitete den Abend musikalisch am Vibrafon.

Zum Schluss bekamen die Leitungskräfte für ihre wichtige Arbeit in den Einrichtungen symbolisch eine Blume überreicht.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Jahresempfang 2026
Wie gelingt echter Zusammenhalt, während gesellschaftliche Unterschiede weiter wachsen? Mit dieser Frage und unter dem Leitgedanken „zusammen.wachsen“ stand der diesjährige Jahresempfang der Hoffnungsorte Hamburg.
„Für uns als Hoffnungsorte ist es ein ermutigendes Zeichen, dass so viele heute gekommen sind“, begrüßte Verwaltungsratsvorsitzender Pastor Martin Hofmann die rund 160 Gäste im Bachsaal der Hauptkirche St. Michaelis. „Die Nächstenliebe ist verwundbar geworden und braucht den Menschen, der sie verteidigt. Lasst uns gemeinsam zusammen wachsen.“ Zusammenwachsen sei eben nicht nur das Motto des Abends, betonte zudem Axel Mangat, geschäftsführender Vorstand der Hoffnungsorte Hamburg: „Es ist eine Haltung. Es erinnert uns daran, dass wir als Gemeinschaft zusammengehören.“
Auch Landespastorin Annika Woydack knüpfte in ihrer Keynote an diesen Gedanken an. Sie erinnerte daran: „Zusammen wachsen geschieht nicht automatisch. Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich begegnen.“ In den elf Hoffnungsorten werde diese Überzeugung schließlich zur Realität: „Ihr schafft Räume für Begegnungen, für Austausch auf Augenhöhe und das mit einer wirklich hohen persönlichen Leidenschaft“, so Woydack.
Es folgten zwei Berichte aus den Einrichtungen: So erläuterte Janina Bötel, Leiterin des Social Hub, die Idee hinter dem vor zwei Jahren geschaffenen Angebot: „Der Social Hub ist entstanden, als wir festgestellt haben, dass viele Probleme ungelöst bleiben, weil Menschen, Einrichtungen, Behörden und Systeme oft nebeneinander arbeiten, obwohl sie miteinander arbeiten müssten. Wir bringen Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären.“
Und auch Bronwyn-Maria Margolis, Leitung des Westend open.med betonte, wie entscheidend Vernetzung für ihre Arbeit in der Einrichtung sei: Anhand bewegender Beispiele aus der medizinischen und sozialen Begleitung von Menschen ohne Krankenversicherung machte sie deutlich, dass Unterstützung vor allem dort gelingt, wo unterschiedliche Akteur:innen zusammenarbeiten. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass das Westend trotz seiner wichtigen Arbeit jedes Jahr aufs Neue um seine Finanzierung kämpfen müsse: „Zusammenwachsen bedeutet daher auch, gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen!“, so der Appell.
Der Abend, moderiert von Julian Sengelmann, endete mit vielen persönlichen Begegnungen und Gesprächen, die Mut machten und zeigten: Gemeinschaft beginnt vor allem dort, wo Menschen einander zuhören, unterschiedliche Perspektiven teilen und miteinander im Gespräch bleiben.
