Internationales Forum: Danzig – Hamburg

Austausch für bessere Unterstützung wohnungsloser Menschen
Die hoffnungsorte hamburg hatten im November Vertreter:innen der Gesellschaft des Heiligen Bruder Albert (Towarzystwo Pomocy im. św. Brata Alberta) aus Danzig zu einem fachlichen Austausch im Rahmen des Internationalen Forums Gdansk-Hamburg zu Besuch. Ziel des Treffens war es, die bestehenden Kontakte zu vertiefen, voneinander zu lernen und gemeinsam über neue Wege zur Unterstützung wohnungs- und obdachloser Menschen zu sprechen. Erst vor wenigen Wochen hatte bereits ein ähnlicher Austausch mit der Stiftung Sozialwerk Pfarrer Sieber aus Zürich bei den hoffnungsorten stattgefunden.
Gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Verantwortung
Bei dem Treffen kamen Mitarbeitende der hoffnungsorte-Einrichtung plata, die Generalkonsulin von Polen in Hamburg Aleksandra Krystek-Biernacka, Vertreter der Hamburger Sozialbehörde sowie des Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg e.V. zusammen. In Zentrum stand die Frage, wie europäische Städte in Zukunft besser zusammenarbeiten können, um Menschen, die zwischen soziale Systeme geraten, wirksamer unterstützen zu können.
„Wir stehen in einer gemeinsamen Verantwortung – gegenüber den Menschen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Hoffnung und Zusammenarbeit sind dabei entscheidende Brücken“, so Axel Mangat, Geschäftsführender Vorstand der hoffnungsorte hamburg. Er würdigte dabei ausdrücklich das Engagement des polnischen Staates, der mit plata bereits seit 2011 wichtige Hilfen für polnische Staatsbürger:innen im Ausland ermögliche. Auch Generalkonsulin Aleksandra Krystek-Biernacka betonte, wie wichtig die transnationale Zusammenarbeit im Hinblick auf zunehmende Obdachlosigkeit in Europa sei.
Hoffnung als verbindendes Element
„Auf Polnisch heißt Hoffnung Nadzieja. Ich wünsche mir, dass diese Nadzieja eine Brücke zwischen unseren Ländern und Systemen bildet“, so Mangat weiter.
In den anschließenden Gesprächen zeigte sich, dass sich viele Herausforderungen in Hamburg und Danzig ähneln: Fragen der Unterbringung und Integration, des Umgangs mit besonders vulnerablen Gruppen, gesellschaftlicher Spannungen und dezentraler Lösungsansätze.
Das Treffen diente dem ersten persönlichen Kennenlernen. Für das nächste Zusammenkommen im Sommer 2026 soll der Austausch gezielter stattfinden: Welche Lösungen funktionieren gut? Wo stoßen Einrichtungen und Kommunen an Grenzen? Und welche Ansätze in Danzig oder Hamburg können möglicherweise Vorbild für andere Städte sein?
Die Hoffnungsorte danken allen Beteiligten für den offenen, konstruktiven Austausch und freuen sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit.
